Coindesk hatte vor wenigen Tagen einen vielbeachteten Artikel publizert, dessen Thema nun auch von Yahoo Finance und anderen Finanzportalen aufgegriffen wurde. Um was geht es? Angeblich wechselten im Juni Bitcoins im Wert von 60 Millionen US-Dollar komplett ins Ethereum-Netzwerk. Oft als sogenannte „Wrapped Bitcoin“. Wie ist das möglich? Mehr über Wrapped Bitcoins in diesem Blogpost.

Ethereum bald wieder bei 1’000 US-Dollar? Im Juni wechselten Bitcoin im Wert von 60 Millionen ins Ethereum-Netzwerk

Wrapped BItcoin: Bitcoin, verpackt in einem ERC Contract und auf der Ethereum Blockchain handel- und programmierbar. Bild: Symbolbild 😉

Die heisse Statistik, auf welche sich die Finanzportale beziehen, wurde einigen tagen von Dune Analytics publiziert. Diese decken auf, dass alleine im Juni das Protokoll mit dem klingenden Namen Wrapped Bitcoin für 75% des Wachstums an Bitcoin im Ethereum-Netzwerk verantwortlich war. Sprich: 4’800 Bitcoins wechselten damit komplett ins Ethereum-Netzwerk. Wie muss man das verstehen? Ganz einfach, diese Bitcoin oder genauer die Private Keys dieser Bitcoins werden in einen Ethereum Token verpackt. Somit ist der Zugriff auf diese Bitcoin-Bestände nur noch via Ethereum Token möglich. Wer diesen Ethereum Token besitzt, kann damit auch den Bitcoin auf der Bitcoin Blockchain bewegen. Dies gibt nun diesen Bitcoins weitere, oft noch ungeahnte Möglichkeiten:

Ethereum-Preis bald wieder bei 1’000 US-Dollar?

Ethereum Token sind vielseitiger programmierbar dank einer einfachen Programmiersprache und den standardisierten Smart Contracts. Diese Bitcoins könenn nun ausgeliehen, verschenkt, versendet oder mit anderen Bedingungen und Software verknüpft werden. Eigentlich kann nun mit diesen Wrapped Bitcoin so ziemlich alles gemacht werden, was Decentralized Finance anzubieten hat. Mittlerweile gibt es einige Anwendungen im Bereich DeFi, die halbwegs funktionieren. Daher entsteht in diesem Bereich gerade der neue Hype. Einerseits profitiert so Ethereum von einem unglaublichen Sog und der Ethereum-Preis wird vielleicht bald neue Höchststände erreichen. Andererseits muss man auch sehen, dass diese Wertverlagerung ins Ethereum-Netzerk die Gebühren massiv steigen lassen wird. Somit sind nicht mehr alle Anwendungen so schnell und so günstig nutzbar wie das momentan noch der Fall ist. Im Weiteren sind die neuartigen Protokolle sowie Software-Entwicklungen noch sehr neu und damit auch anfälig auf Fehler und Hacks. Kurzum: es bleibt spannend bei Ehtereum.

Foto Wraps: CC0 Public Domain via Unsplash, Grafik: Coindesk / Dune Analytics