Seit dem 8. Oktober ist es offiziell: Ab sofort kann man mit Kryptowährungen an UNICEF spenden. Hatte UNICEF bereits 2018 mit neun Token experimentiert: Beispielsweise in der UNICEF eigenen Startup-Förderung und einzelne Sektionen wie UNICEF Frankreich setzten schon länger auf Bitcoin. Nachdem diese Testphasen erfolgreich abgeschlossen und ausgewertet wurden geht die UNICEF nun weltweit live und ab sofort sind Spenden in zwei Währungen erlaubt: Bitcoin und Ethereum. Dieser weltweite Roll-out von Kryptowährungen ist ein starkes Zeichen für Bitcoin&Co.

Erste Spende von der Ethereum Foundation

Partner und zugleich erster Spender war die Ethereum Foundation ¬ das Geld ging an drei Empfänger des UNICEF-Innovationsfonds und an ein Projekt, das Schulen an das Internet anschließen soll. Die Geschäftsführerin der Ethereum Foundation Aya Miyaguchi sagte dazu: Der Kryptofonds soll Menschen helfen, damit sie ihr Rechte wahrnehmen können, ihre Grundbedürfnisse befriedigen und Zugang zu Ressourcen haben. Deshalb unterstütze die Foundation die Ethereum-Plattform, weil diese Technologie künftig viele Branchen und Leben voranbringen werde.

Spenden werden nicht in Fiat umgewandelt

Die Spenden jedoch bleiben in Bitcoin oder Ethereum und werden auch so verteilt; dazu sagte UNICEF-Exekutivdirektorin Henrietta Fore: Wenn digitale Volkswirtschaften und Währungen kommende Generationen grundlegend verändern werden, sollte man auch die Möglichkeiten dieser Währungen ausschöpfen. Der Kryptofonds sei deshalb ein willkommener Fortschritt in UNICEFS humanitärer Arbeit.

Zudem kommt es gerade zur rechten Zeit, dass UNICEF darauf verzichtet, empfangene Spenden in Fiat umzuwandeln: In den letzten Monaten kam es immer wieder vor, dass Zahlungsabwickler Spenden verzögert oder sogar verweigert haben ¬ nach eigenen Aussagen aufgrund interner Richtlinien.

Ein prominenter Fall ist eine Spende von 100.000 Dollar: Diese sollte eigentlich helfen, die Brände im Amazonas zu bekämpfen. Doch der Zahlungsdienstleister BitPay verweigerte die Zahlung; der Grund sei angeblich die Kontoeinstellung der Wohltätigkeitsorganisation gewesen.

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