Steve Wozniak, Mitbegründer der für Smartphones und Tablets bekannten Firma Apple, hat die Social Media Plattform YouTube verklagt. Grund dafür sind einige Bilder und Videos von ihm, die dort in Werbevideos veröffentlicht wurden: Bitcoin-Betrüger verwenden Filmaufnahmen von Wozniak, um seinen Ruf als Computernerd und talentierter Hacker für sich zu nutzen. Zuschauer der hochgeladenen Videos werden dazu überredet, Bitcoins an die Betrüger zu überweisen – so schlagen sie Profit in hohen Summen und verwenden dabei den Namen sowie das positive Image eines anderen. Denn die Ersteller der Werbevideos versprechen, die Summe der eingezahlten Bitcoins verdoppelt wieder an die Zuschauer zurückzuzahlen; ein leeres Versprechen.

Steve Woziniak ist seit seiner postiven Äusserung zum Thema Bitcoin immer wieder im Visier von Scams. Mehrmalige Anfragen Wozniaks, die Videos von der Plattform zu löschen, wurden von YouTube ignoriert – für Wozniak inakzeptabel, da er YouTube vorwirft, auf diese Art an dem Betrug anderer indirekt mitzuverdienen.

Mit 17 weiteren betroffenen Personen, deren Images ebenfalls für Bitcoin-Betrüge missbraucht wurden, hat Wozniak YouTube vor dem kalifornischen Gericht in San Mateo auf Entschädigung verklagt. Das Gericht soll YouTube dazu zwingen, die angesprochenen Videos zu entfernen und Warnungen vor den Bitcoin-Scammern zu veröffentlichen. Denn im Mai 2020 wurde das US-amerikanische Gesetz bezüglich Social Media von Präsident Donald Trump geändert: YouTube kann sich nicht mehr auf die ursprüngliche Regelung stützen, welche besagte, dass Plattformen in den USA nicht für den Inhalt, der von Nutzern hochgeladen wird, verantwortlich sind. Somit sollen die Betreiber von YouTube seit Mai ebenfalls Verantwortung für die Videos, die auf der Seite öffentlich zugänglich sind, übernehmen – sie besitzen die Möglichkeit, anstößige Videos zu löschen. Die Ergebnisse des Gerichtsprozesses zwischen YouTube und den Klägern bleiben abzuwarten.