Laut dem aktuellen Report der Boston Consulting Group sind Ripple und XRP effizienter als traditionelle Banken. Der „Global Payments 2020“-Report beleuchtet die Vor- und Nachteile von alten und neuen Zahlungssystemen bis ins Detail.

Effizienz-Faktor Blockchain

Der wichtigste Effizienz-Faktor ist die Blockchain-Technologie. Diese bringt Ripple, XRP und Co. nicht nur einen deutlichen Geschwindigkeitsvorteil ein, sie ist auch günstiger als traditionelle Übertragungswege. Der Bericht kritisiert die hohen Bearbeitungsgebühren der traditionellen Banken und wirft die Frage auf, inwieweit diese noch mit Projekten wie Earthport mitziehen können.
Das System SWIFT etwa, gilt als veraltet und kostenintensiv. Zwar wird es von 11.000 Finanzinstituten in der ganzen Industrie verwendet, zeitgemäß ist es aber schon lange nicht mehr – vor allem im Vergleich zu Blockchain und Ripple, die Transaktionen in Echtzeit ermöglichen.
Ehemaliger Coinbase-Manager Brian Brooks sieht die Zukunft der Banken in Decentralized Finance (DeFi). Der US-Währungshüter geht jedoch nicht davon aus, dass die klassischen Bankhäuser bald verschwinden werden. Vielmehr werden sie selbst weiterhin Technologien entwickeln und so ein fester Bestandteil der digitalen Welt sein.

Zusammenarbeit zwischen digitalen und traditionellen Banken

Der Report der Boston Consulting Group fordert von den Banken genau ebenjene Implementierung neuer System. Notwendig sei dafür eine fundamentale Überarbeitung der Prozesse. Erst dann könne auch eine langfristige Zusammenarbeit zwischen digitalen und traditionellen Banken funktionieren. Einer der wenigen Vorreiter in diesem Bereich ist Ripple, welcher mit der Santander Bank kooperiert, um dem Bankhaus über das hauseigene One Pay FX System internationale Echtzeit-Transaktionen zu ermöglichen. Die Boston Consolting Group erhofft sich, dass bald weitere Banken digitale Wege gehen. Inwieweit sich dies auch auf die Entwicklung von Ripple oder XRP auswirken könnte, bleibt bislang noch abzuwarten.