Indien will eine eigene Kryptowährung schaffen und Bitcoin verbieten. Der Ausschuss der Regierung in Indien empfiehlt das offizielle Verbot von Kryptowährungen.

Die Regierungen und Regulierungsbehörden stehen den privaten digitalen Währungen skeptisch gegenüber und zeigen sich über das zunehmende Aufkommen sowie die Investitionen von vielen Menschen in Indien und den verbundenen die Risiken besorgt.

In einem zweiten Versuch will Indien sämtliche privaten Kryptowährungen inklusive Bitcoin verbieten und durch eine offizielle digitale Währung ersetzen, welche von der indischen Zentralbank Reserve Bank of India (RBI) ausgegeben werden soll. Die Bank hat bereits in der Vergangenheit ihre Abneigung bezüglich Kryptowährungen gezeigt und einen Fond eingerichtet, bei dem sämtliche Projekte im Zusammenhang mit der Währung ausgeschlossen worden sind.

Des Weiteren hat sie im Jahr 2018 die Banken aufgefordert, die Transaktionen mit Kryptos einzustellen. Die Anordnung wurde im Jahr 2020 aufgrund der Unverhältnismässigkeit aufgehoben.

Ein Gesetzentwurf aus dem Jahr 2019 hatte eine zehnjährige Haftstrafe für Personen vorgeschlagen, welche mit Bitcoin und Kryptowährungen zu tun haben oder diese verkauften.

Der Gründer der Bitcoin- und Kryptowährungsbörse WazirX kritisiert die Pläne und vertritt die Meinung, dass es keine private Kryptowährung gibt, da diese von Natur aus öffentlich und dezentralisiert sind.

Gesetzesentwurf und Bericht

Der Gesetzesentwurf mit 18 Seiten sieht vor, in Indien sämtliche privaten Kryptowährungen zu verbieten. Einige Ausnahmen sollen die Förderung der zugrunde liegenden Technologie von den Kryptowährungen sowie deren Verwendung ermöglichen. Der Entwurf ist zusammen mit einem Bericht veröffentlicht worden. Darin heisst es unter anderem, dass es sich bei den Kryptowährungen um private Unternehmen handle, weil diese nicht von staatlicher Seite her entstanden seien und keinem intrinsischen Wert unterliegen würden. Zudem würde es an sämtlichen Eigenschaften einer Währung mangeln.

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